Kosten

Entgeltordnung Lernen durch Nachahmung e V

Wir tun etwas – und aus diesem Tun heraus verbrauchen wir etwas – und aus diesem Verbrauch entsteht ein Preis.

Die erste Frage, die wir uns stellen, ist also nicht: was kostet es – sondern: was wollen wir.

Die zweite Frage ist dann immer noch nicht, die nach dem Preis, der zu zahlen ist, sondern: Ist der Preis, den wir bezahlen, für das was wir wollen, ein gerechter Preis?

Die dritte Frage ist schon nicht mehr unsere Frage, denn die wäre: Können wir uns das leisten? Denn es ist eine Frage, die schon nicht mehr der Mensch stellt, sondern eine, die das Geld stellt.

Es ist, als ob das Geld etwas schaffen könnte.

Dazu Steiner: „…, dass es für das soziale Leben als solches, für das Leben des Menschen im sozialen Organismus bedeutungslos ist, wenn der Mensch Geld einnimmt. Denn indem der Mensch Geld einnimmt, sondert er sich heraus aus dem sozialen Organismus, und dem sozialen Organismus kann das höchst gleichgültig sein. Für seine Funktionen hat es gar keine Bedeutung, was der Mensch einnimmt; denn erst indem der Mensch ausgibt, wird er ein soziales Wesen. Beim Ausgeben fängt der Mensch erst an, in sozialer Weise zu wirken.“ (GA 189; S. 112)

Neben unserem Kindergarten wird der dortige Fußballclub ein neues Stadion bauen – für etwa 38 Millionen Euro – die Welt ist also voller Möglichkeiten…

Noch viel mehr kosten die vielen neuen Autobahnen – es ist also mitnichten ein Mangel an Geld, der uns behindert – es ist unser Denken darüber!

Frag dich also erst, was du willst – und dann komm zu uns und frag, was wir für dich tun können…denn, jeder Preis, der entsteht, entsteht nicht durch einen ominösen, wie von Geisterhand geführten Markt – sondern durch unser Tun und damit durch unser Wollen.

Ich glaube aber, dass sich an die Stelle unseres Tuns und unseres Wollens, das Geld gesetzt hat. Dann aber bekomme ich nicht mehr wirklich, was ich haben will und auch tue ich nicht, was ich eigentlich tun wollte.