Lebensort Sonnenstrahl

Kollegium leider ohne Uwe 2014 (2)(du kannst das Bild anklicken, um es zu vergößern)

Lebensort Kindergarten? Ja, ein Ort zum leben und damit weder für uns, noch für Kinder, eine Begegnung von Arbeitskollegen oder ausgebildeten Fachkräften.

Auch ist es für uns gar nicht mehr anders zu denken, als dass Menschen gleichberechtigt nebeneinander wirken. Maßstab jedweder Position ist damit nicht die Struktur (so zum Beispiel ein Vorgesetzter [im wahrsten Sinne des Wortes]) sondern die Fähigkeit des Einzelnen, die sich durchsetzt.

Eine Fähigkeit, die sich daran messen lassen muss, ob sie die hier lebenden Menschen aufnehmen wollen, dann ist sie, oder wenn nicht, dann ist sie nicht bestimmend.

Ein Ort der sich verändert, ein lebendiger Ort. Was dabei entsteht sind keine Grundsätze, sondern das, was tatsächlich lebt.

Und wer in diesem Lebendigen etwas Berechtigtes sieht, der lebt mit uns, wer nicht, den wird sein Weg (wenn er sich nicht selbst behindert) dorthin führen, wo sein wahrer Platz ist. Es wird also nicht auf abstrakte Grundsätze hingewiesen, sondern auf etwas Lebendiges, auf etwas, (siehe auch  Kein Konzept) was da ist.

Sie können nichts Allgemeines über uns erfahren, sie können nie sicher sein! Vielmehr müssen Sie zu jedem einzelnen Menschen gehen, der hier wirkt und sich seine, ihm eigene Geschichte anhören, je mehr Menschen Sie fragen, je mehr Geschichten werden Sie hören. Sie alle werden immer etwas anders, manchmal ganz verschieden voneinander klingen, in ihrer Summe aber sind sie die Geschichte dieses Kindergartens.

Was also als Gemeinschaft entsteht, bekommt seinen Inhalt von dem Leben, ist erst eine Wirklichkeit durch das, was geschieht.

Dadurch müssen Sie auch nur jenen Menschen vertrauen, jenen, dem Sie ihr Kind anvertrauen und nicht einem Konzept, mag es auch noch so schön klingen.

Vielleicht können Sie ja den Geist dieses Lebensortes erfahren, wenn Sie ihn betreten, denn es ist ein Geist der Lebendigkeit, nicht ein Geist der Abstraktionen, ein Geist der nicht zum Kopf sondern zu den Herzen sprechen möchte.

Individualität, auch und insbesondere gegenüber den Kindern, ist gar auch nicht anders zu denken, als dass sie immer neu entstehten darf.

Das irgendjemand dem anderen sagt, was zu tun sei, ist deshalb auch eine Unmöglichkeit, denn er müsste an seine Stelle treten und der andere seine Individualität ganz aufgeben, um dieser Vorgabe genügen zu können.

Was bei uns entstehen darf, ist ein freies Wollen.

Vor dem Hintergrund des freien Wollens aller hier tätigen Menschen kann auch ein Unbehagen entstehen, ein natürlicher Bewegungsimpuls, dorthin, wo mein Platz ist.

Behindert wird dies ausschließlich durch ein starres Arbeitsrecht, einen ebenso starren Anspruch auf Unterstützung, auch ein Wegschauen, warum und wo das Modewort “Mobbing” entsteht.

Wir glauben an den freien Menschen und vertrauen darauf, dass wir fähig sind oder es werden, uns als Menschen zu begegnen und nicht aus Verträgen und Abstraktionen heraus.

Ein Ort eben, auf den ich mich genauso freuen kann, wie ich mich auf mein zu Hause freue, der Teil meines Lebens ist und wird und nicht zu einer Absonderung davon, künstlich geteilt in eine Berufs-und eine Freizeitwelt.

So möge entstehen, ein rythmisches Miteinander, keines, dass vom Takt der Zeit oder von starren Grundsätzen, Regeln oder Vorgaben bestimmt wird.

Lassen Sie sich verführen!